Karpaltunnelsyndrom 2017-04-28T22:06:31+00:00

Karpaltunnelsyndrom

Chirurgische Erkrankungen der Hand

Beim Karpaltunnelsyndrom (auch KTS / Brachialgiaparaestheticanocturna) handelt es sich um die krankhafte Einengung des Nervusmedianus (Mittelarmnervs) im Karpaltunnel. Als Karpaltunnel bezeichnet man den Nerven-Muskeldurchgang an der Hand. Es ist das häufigste Nervenkompressionssyndrom.

Typische Beschwerden sind häufig nächtlich auftretende Schmerzen und Missempfindungen im Bereich des Daumens, Zeigefingers und mittleren Fingers, welche auch in den ganzen Arm ausstrahlen können. Zusätzlich zum typischen Beschwerdebild mit Missempfindungen zeigt sich unter Umständen eine Zunahme der Schwäche der Handmuskulatur ggf. mit Atrophie dieser Muskulatur sowie Kraftlosigkeit vor allen des Daumens. Oftmals können die Beschwerden durch leichtes Beklopfen des Bereiches über dem Karpaltunnel ausgelöst werden. Auch eine starke Beugung im Handgelenk kann diese typischen Missempfindungen hervorrufen.

Chirurgie Eberswalde - Dr. Volker Otto & Stephan Theodor - Chirurgischen Erkrankungen der Hand - Karpaltunnelsyndrom

Die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit sollte die körperliche Untersuchung ergänzen. Typischerweise ist bei Vorliegen eines Karpaltunnelsyndroms die sensible Nervenleitgeschwindigkeit des Nervusmedianus vermindert. In schweren Fällen sind auch die motorischen Nervenleitfasern betroffen.

Ein konservativer Behandlungsansatz kann im Anfangsstadium versucht werden. Das Tragen spezieller Nachtlagerungsschienen kann die Beschwerdesymptomatik für einige Zeit verbessern. Zeigt die konservative Behandlung keinen Erfolg im Verlauf, sollte eine Operation durchgeführt werden.

Wir führen die offene Operationstechnik über einen ca. zwei- drei Zentimeter langen Hautschnitt im Bereich der Hohlhanddurch. Das den Nerven bedeckende Querband (Retinaculum flexorum) wird unter Darstellung des Nervus medianus vom Hohlhandschnitt in Richtung der Handgelenksbeugefalte gespalten. Danach erfolgt die Begutachtung des Nervus medianus. Teilweise müssen einengende Strukturen im Karpaltunnel, wie z.B. Sehnenscheidenganglien, entfernt werden.

Postoperativ erfolgt zunächst die elastokompressive Wicklung für einige Tage. Nach 14 Tagen werden die Fäden entfernt. Die Hand kann bewegt werden. Für insgesamt 6 Wochen sollten übermäßige Belastung der betroffenen Hand vermieden werden.

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