Morbus Dupuytren

Chirurgische Erkrankungen der Hand

Chirurgie Eberswalde - Dr. Volker Otto & Stephan Theodor Morbus Dupuytren.Beim Morbus Dupuytren handelt es sich um eine strang- und knotenartige Veränderung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Eine bösartige Entartung erfolgt nicht.

Die Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt, wir wissen lediglich, dass eine genetische Disposition vorhanden ist. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Häufig kommt es im Verlauf von Jahren zunehmend zur Strangbildung im Bereich der Hohlhand mit Beteiligung der Finger. In zunehmendem Maße lassen sich die Finger nicht mehr strecken. Eine Stadieneinteilung der Erkrankung erfolgt entsprechend dem Streckdefizit. Dabei wird der Grad der Beugekontraktur aller Gelenke eines betroffenen Fingers addiert. Vier verschiedene Stadien können unterschieden werden.

Stadieneinteilung

Das Fortschreiten der Erkrankung kann durch Massagen oder Krankengymnastik nicht aufgehalten werden. Die Indikation zur operativen Therapie sollte dann erfolgen, wenn ein Streckverlust eines oder mehrerer Finger > 30° bestehen. Abgesehen davon sollte eine operative Therapie dann durchgeführt werden, wenn der Patient Beschwerden angibt, wie beispielsweise starke Schmerzen oder ausgeprägte Hauteinziehungen.

Ist dieses nicht der Fall, sollte mit einer Operation gewartet werden, da nicht vorhergesagt werden kann, in welchem Maße die Erkrankung weiter fortschreitet. Auch eine Stagnation des Fortschreitens der Erkrankung ist über einen längeren Zeitraum möglich. Bekannt ist, dass die Erkrankung nicht heilbar ist.

Bei der Operation wird das erkrankte Gewebe sorgfältig über dem darunterliegenden Sehnen, Nerven und Gefäßen getrennt. Dabei ist es wichtig, dass möglichst alles betroffene Gewebe entfernt wird, um ein erneutes Wiederauftreten zu verhindern. Die Rezidivneigung (Rückfall) ist bei dieser Erkrankung sehr hoch.

Nach der Operation

Postoperativ erfolgt die Ruhigstellung in einer Unterarmgipsschiene mit hohem Druckpolster für mehrere Tage. Nach 14 Tagen wird das Nahtmaterial entfernt. Schon früh nach der Operation sollen die Finger aus der Gipsschiene heraus bewegt werden. Teilweise macht sich die Verordnung eines Kompressionshandschuhes oder einer Quengelschiene zur Verhinderung einer erneuten Beugekontraktur erforderlich. Eine intensive Physio- und Ergotherapie ist erforderlich.

Haben Sie Fragen zu unserer Praxis oder unseren Leistungen?

Rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gerne weiter.